Scheune brennt bis aufs Skelett nieder

Stall auf dem Windmannshof an der Ströher Straße wird Opfer der Flammen/
Brandursache noch ungeklärt
von Anja Hanneforth

Steinhagen. Ein Brand hat gestern Mittag den Großteil einer Scheune auf dem Windmannshof an der Ströher Straße zerstört. 40 Feuerwehrleute brauchten über eine Stunde, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Übrig blieb nur eine qualmende Ruine. Über die Ursache des Brandes und die Schadenshöhe konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen.

Gegen 11 Uhr bemerkte Imke Stüker vom Fenster ihrer Wohnung, dass aus der gegenüberliegenden Scheune Qualm aufstieg. „Ich dachte erst, er käme aus dem dahinter liegenden Wald“, berichtete sie. Doch als sie nach draußen gegangen sei, habe sie schon das Knistern des Feuers gehört. Sofort benachrichtigte sie den Besitzer des Hofes, der umgehend die Feuerwehr alarmierte. Währenddessen rannte Imke Stüker in die Scheune und holte die drei Pferde aus den Boxen. Wenige Minuten später trafen die Löschzüge Steinhagen und Brockhagen an der Brandstelle ein. Verstärkung erhielten sie von der Drehleiter aus Halle und dem ebenfalls alarmierten Rettungsdienst. „Als wir kamen, schlugen die Flammen schon aus dem Dach“, schilderte Einsatzleiter Uwe Ellerbrake. Durch massiven Wassereinsatz habe man versucht, das Ausbreiten des Feuers auf weitere Teile der Scheune zu verhindern. Dabei konnten die Feuerwehrleute zusätzlich zum Hydranten an der Ströher Straße das Wasser aus einem direkt am Haus liegenden Teich nutzen. „Das war unser Glück“, betonte Ellerbrake. Zumal der Holzboden, die Balken und das unter dem Dach gelagerte Stroh dem Feuer reichlich Nahrung boten. Obwohl der Hauptbrand nach einer Stunde unter Kontrolle war, dauerte es bis zum späten Nachmittag, einzelne, immer wieder aufflammende Brandnester zu löschen. Erschwert wurde die Arbeit der Feuerwehrleute durch den starken Wind, der den Qualm in den hinteren Bereich der Scheune drückte und den Männern die Sicht nahm, sowie durch immer wieder herabstürzende Dachpfannen. Karl Sprungmann, Besitzer des Hofes, kann sich nicht erklären, wie es zu dem Brand kommen konnte. Kurz vorher habe seine Frau noch die Kartoffelschalen weggebracht und da sei noch nichts gewesen. Allerdings lägen elektrische Leitungen in der Scheune, so dass er einen Kurzschluss nicht ausschließen konnte. Verletzt wurde durch das Feuer zum Glück niemand. Auch Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Brandermittler aus Gütersloh werden heute ihre Arbeit an der Brandstelle aufnehmen. Glück hatte der Mieter des rechten Teils der Scheune: Die dort gelagerten Waren konnten rechtzeitig nach draußen geräumt werden. Kurios: Auch eine Anzahl Spielzeug-Feuerwehrautos befand sich darunter.


 
Großeinsatz: 40 Feuerwehrleute brauchten über eine Stunde, den Brand der Scheune unter Kontrolle zu bekommen. Foto: Hanneforth
 
Schwierig: Von allen Seiten versuchten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Foto: Hanneforth
     
 
Himmel wurde schwarz: Bis weithin war die Rauchfahne, die über dem Hof schwebte, zu sehen. Foto: Hanneforth
 

Text und Fotos: Haller Kreisblatt


[zurück]